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Schwenck-Herrmann-Hütte

Lage:
Stadtwald, Herreneichenweg

Baujahr:
1927

Vorgänger:
Eine erste Hütte an dieser Stelle wurde 1900 vom Verschönerungs-Verein-Wiesbaden erbaut.

Schwenck-Herrmann-Hütte Vorgängerbau
Der Vorgängerbau der heutigen Schwenck-Herrmann-Hütte (links hinten)

Geschichte:
Die in Wiesbaden einzigartige Hütte aus dem jahr 1927 ist die erste Neuschöpfung des Verschönerungs-Vereins-Wiesbaden nach dem Ersten Weltkrieg. 1952 wurde sie vom Kur- und Verkehrsverein neu hergerichtet. Am 17. November 2007 konnte die Neueinweihung gefeiert werden, nachdem dankenswerter Weise die Hunde-Grundausbildungsgruppe des Jagdvereins Wiesbaden e.V. sich der Sanierung der Hütte angenommen hatte; u. a. wurde ein neues, haltbareres Dach aufgesetzt.

Schwenck-Herrmann-Hütte
Die Schwenck-Herrmann-Hütte vor der Sanierung

Schwenck-Herrmann-Hütte
Die Schwenck-Herrman-Hütte im Jahr 2007

Namensgeber:
Die Hütte erhielt ihren Namen nach den beiden verdienten Vorstands-Mitgliedern des Verschönerungs-Verein-Wiesbaden, dem Kaufmann und langjährigem Schatzmeister des Vereins Hans Herrmann und dem Herrenschneider (Adlerstraße 47) und langjährigem Schriftführer des Vereins Carl Schwenck.

Beschreibung:
Einige Meter vom Waldweg entfernt steht die Schwenck-Herrmann-Schutzhütte, 1927 erbaut und benannt nach den Vorstandsmitgliedern des Verschönerungs-Vereins Wiesbaden, Carl Schwenk und Hans Herrmann.

Schwenck-Herrmann-Hütte


Von der freundlichen Gestaltung der unmittelbaren Umgebung sind nur noch ein paar Steine einer kleinen unregelmäßigen Mauer zu sehen, die früher den Hüttenbereich umschloß. Zu beiden Seiten der Hütte luden aus Astwerk hergestellte Tische und Stühle zur Rast bei schönem Wetter ein. Die Vorderseite der 6,1 x 3,85 m großen Hütte und die Hälfte der Seiten stehen weit geöffnet, während sich Seiten- und Rückwand im Inneren und Äußeren in sehr großflächigem Fachwerk zeigen.

Schwenck-Herrmann-Hütte

Über einem niedrigen Sockel erhebt sich eine umgehende, etwa hüfthohe, mit grobem Mörtel beworfene Mauer. In den Mörtel gedrückt und nur schwer zu erkennen, finden sich rechts und links des Eingangs die Initialen der beiden Namensgeber.

Schwenck-Herrmann-HütteSchwenck-Herrmann-Hütte

Die Mauer wird abgeschlossen von einem Riegel, auf der acht Pfeiler stehen, im Naturwuchs belassene Stämme, die das niedrige Walmdach stützen. Die beiden mittleren, die den großen Eingang bilden, stehen auf einer vorgezogenen Treppenstufe. Der obere Teil des Eingangs ist durch einen gebogenen Ast abgeteilt, auf dem die Inschrift Errichtet im Mai 1927 eingeschnitzt ist. Darüber kann man die großen Buchstaben V.V.W., aus Astwerk konstruiert, sehen, womit an den Bauherren, den Wiesbadener Verkehrs- und Verschönerungsverein erinnert wird. Die beiden breiteren, durch die Stützen entstandenen Unterteilungen der Vorderseite der Hütte sind in gleicher Höhe wie der Eingang abgeteilt und mit Astwerkschmuck versehen. Früher war diese Verzierung von der Mauer bis zum Dach in den beiden daneben entstandenen schmaleren Teilen der Front angebracht gewesen; dadurch waren Eingang und Fenster hervorgehoben worden, so dass die Vorderseite einen geschlosseneren Eindruck machte und durchgestalteter wirkte. Das Innere der Hütte überrascht sowohl durch seine Konstruktion als auch seine Ausstattung. Verläuft die Vorderseite der Hütte parallel zum Weg, so ist durch den beidseitigen Einschub eines Wandteiles eine andere räumliche Situation entstanden: Die Rückseite wölbt sich nach außen, so daß die Hütte einen behaglicheren, bergenden Charakter erhält. Eine umlaufende Bank lädt hier zur Ruhe ein. Als oberer Wandabschluss zeigt ein umlaufender Balken die Inschrift in Fraktur:

Zu Deinem Schutz bin ich gebaut, Dir sei der meine anvertraut.

Schwenck-Herrmann-Hütte

Schwenck-Herrmann-Hütte

Der Blick wird so zum offenen Dachstuhl geleitet. Die Innengestaltung der Hütte überrascht: Fünf der inneren Gefache - drei am mittleren, geraden Rückwandteil, zwei an den Seiten - sind mit großen querliegenden rechteckigen Tafeln versehen; die mittlere trägt eine Widmung, die anderen zeigen Tierszenen bzw. Wappen. Auf den dazwischen liegenden Gefachen sind Bilder in der selben Größe angedeutet, jedoch ohne Bemalung. Ob dort ursprünglich mehr zu sehen war, ist nicht bekannt; eine alte Postkarte läßt eine Art Verblendung aus waagrechten Hölzern vermuten. Die Ecken werden durch Ausbuchtungen betont und weisen damit auf ein "Annageln" eines Bildes hin. Auf der mittleren Tafel ist folgender mehrzeiliger Text in unterschiedlichen Schriftgrößen zu lesen:

Schwenck-Herrmann
Hütte
Den verdienstvollen Vorstandsmitgliedern
Carl Schwenck - Hans Herrmann
gewidmet vom
Verschönerungs Verein Wiesbaden E. V.
22. Juni 1927.

Schwenck-Herrmann-Hütte

Die verwendet Schriftart ist wiederum Fraktur. Die anderen Tafeln sind farbig, wobei, nahe liegend, die Farben grün und braun überwiegen; der Himmel wird mit einer hellen blau-grauen Hintergrundfarbe angedeutet. Die linke Tafel zeigt einen stilisierten Blätterwald, aus Linden- oder Buchenblättern, in dem ein Eichhörnchen sitzt, nach rechts zur Haupttafel gewandt, in den Pfoten eine Nuss. Auf der rechten Tafel ist ein nach links gerichteter Singvogel abgebildet, der auf einem Ästchen inmitten von Kiefernzweigen und -nadeln Platz genommen hat. An den beiden Seitenwänden ist in ebenfalls farbiger Ausführung auf gleichartigen Tafeln und vor einem ähnlichen Blätterwald jeweils ein großes Wiesbadener Wappen zu sehen, wobei die drei Lilien vor hellblau-grauem Grund stehen. Um das Wappen sind die Buchstaben V V W angeordnet, die Initialen des Wiesbadener Verschönerungsvereins. Diese Ausstattung verleiht der Hütte eine besondere Bedeutung.

Schwenck-Herrmann-HütteSchwenck-Herrmann-HütteSchwenck-Herrmann-HütteSchwenck-Herrmann-Hütte

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