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Curt-Hoffmann-Hütte

Lage:
Stadtwald, Philosophenweg

Baujahr:
1931

Vorgänger:
Keiner

Geschichte:
Die Hütte wurde 1931 vom Verschönerungs-Verein-Wiesbaden mit Mitteln Dr. Curt Hoffmanns erbaut. Nach den Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit ließ der Kur- und Verkehrsverein die Hütte 1952 neu herrichten.

Namensgeber:
Der Stifter der Schutzhütte, Dr. phil. Curt Hoffmann (12.04.1862 - 27.03.1947) wurde in Dresden geboren.

Hoffmann-Hütte
Dr. Curt Hoffmann im Jahr 1931 vor seiner Schutzhütte (Bild: KVV)

Nach seinem Studium wirkte er zunächst als staatl. approb. Nahrungsmittelchemiker, Vorstand der staatlichen Untersuchungsanstalt Baden-Baden und Hofapotheker Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Baden, ehe er die Rosen-Apotheke in Frankfurt übernahm.1920 zog Hoffman nach Wiesbaden. Hier arbeitete er u.a. in der Verwaltungskommission der Wiesbadener Augenheilanstalt, die sich damals in der Kapellenstraße befand. Seine Wohnung befand sich im Dambachtal 28.
Dr. Curt Hoffmann war seit 1923 Vorsitzender des Verschönerungs-Vereins-Wiesbaden und wurde nach der Zwangsverschmelzung mit dem Wiesbadener Kur- und Verkehrsverein (1938) zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Er starb im Alter von 85 Jahren und wurde auf dem Nordfriedhof beigesetzt.

Beschreibung:
Die am Philosophenweg stehende Hütte ähnelt noch heute sehr stark der Schwenck-Hermann-Hütte an den Herrneichen. Beide Hütten erlebten zwar unterschiedliche Veränderungen ihres Erscheinungsbildes, bedingt durch Verfall und Neugestaltung, man kann jedoch von zwei ursprünglich nahezu identischen Hütten ausgehen, wobei die Schwenck-Herrmann-Hütte mit dem Baujahr 1927 das Vorbild für die vier Jahre später erbaute Hoffmann-Hütte darstellte.

Hoffmann-Hütte
Die Curt-Hoffmann-Hütte im Jahr 2005

Die aufwendige und schöne Innengestaltung der Schwenck-Herrmann-Hütte mit den bemalten Tafeln, die heute noch zu sehen sind, besaß eine annähernde Entsprechung in der Hoffmann-Hütte. In der Mitte befand sich ein eliptisches Feld mit der Stifterinschrift, rechts und links davon zwei von Blättern eingefaßte Wiesbadener Wappen. Auf dem hölzernen Ringanker war einstmals eine Inschrift, die zum Schutz der Hütte aufforderte, angebracht.
Die Hoffmann-Hütte steht leicht am Hang auf einem freien Waldgrundstück, in unmittelbarer Nachbarschaft waren früher hölzerne Tische und Bänke aufgestellt. Über dem niedrigen Sockel befindet sich eine mit grobem Mörtel versehene Mauer. Acht Pfeiler aus dicken Stämmen stehen auf dem diese Mauer abschließenden Riegel. Die beiden mittleren Stämme, die den Eingang bilden, stehen auf der Treppenstufe, über die man ins Innere gelangt.

Hoffmann-Hütte

Jeweils vier der Stämme bilden auf beiden Seiten die großen rechteckigen Fenster der Vorderseite mit im Zickzack nach oben verlaufenden Zweigen, die die Freiräume ausfüllen und zu Fenstergewänden werden. Die friesartige Zone unter dem niedrigen Walmdach ist ebenfalls aus Astwerk gestaltet, wobei die Zackenlinien der Fensterseiten weitergeführt werden und in die Zwischenräume links und rechts gleichartige ornamentale Astverbindungen eingepasst wurden. Über dem Eingang stehen auf einem gebogenen Ast, in dem das Baujahr 1931 in roter Schrift zu sehen ist, die Initialen VVW, die Initialen des Wiesbadener Verschönerungsvereins.

Hoffmann-Hütte

Die Rückseite der Hütte wurde, im Gegensatz stehend zur geraden Vorderfront, durch einen Einschub nach außen gewölbt. An den Seiten und an der Rückseite mußten eingreifende Restaurierungen vorgenommen werden. Nun sind die Seiten aus waagrecht angeordneten Brettern konstruiert, wobei zwei große rechteckige Fenster geschaffen wurden, die von der Mauer bis in die Höhe des Frieses der Vorderseite reichen. Die Rückseite der Hütte ist ebenfalls aus waagrechten Brettern konstruiert, wobei die Ecken durch schmale Latten verstärkt wurden. Im Inneren sind Längs- und Querlatten zu sehen, auf die diese Bretter aufgearbeitet wurden. Eine umlaufende Bank lädt hier zur Ruhe ein.

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